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EIN LEBEN FÜR DEN EISLAUFSPORT

Zu Ehren seines langjährigen Mitgliedes und großen Eissportlers HELLMUT SEIBT, der sein Leben lang dem Eissport verbunden war,
führt der EISSPORT-KLUB ENGELMANN (EKE) alljährlich im Februar das
HELLMUT-SEIBT-GEDÄCHTNISLAUFEN
für junge Eiskunstläufer/innen und Eistanzpaare durch.

Die folgenden Zeilen sollen allen Teilnehmern zeigen, welch hervorragender Sportler er war.

Hellmut Seibt wurde am 25. Juni 1929 in Wien geboren. Eher zufällig - nach einer Lungenentzündung sollte er viel Bewegung in frischer Luft machen - kam er schon im Alter von 4 Jahren beim "Engelmann" in Hernals zum Eislaufsport. Schon bald wurde von Rudolf Kutzer sein Talent erkannt und gefördert. Auch Karl Schäfer bemühte sich um ihn und so stellten sich erste Erfolge ein.

Die Kriegsjahre störten natürlich seine sportliche Entwicklung sehr. Aber schon 1946 finden wir Hellmut Seibt - nunmehr für den inzwischen entstandenen EKE startend - bei den Österreichischen Staatsmeisterschaften auf dem 4. Platz beim Einzellaufen und mit seiner Partnerin Susi Giebisch auf dem 2. Platz beim Paarlaufen. Mit großem persönlichen Einsatz, einem Trainingsaufenthalt in den USA und - nicht zuletzt - mit Hilfe von Inge Lind-Solar gelingt ihm eine steile sportliche Karriere:

Drei STAATSMEISTERTITEL hintereinander erringt Hellmut Seibt in den Jahren 1950 bis 1952,
EUROPAMEISTER wird er in den Jahren 1951 und 1952, bei den
WELTMEISTERSCHAFTEN 1951 erkämpft er die BRONZEMEDAILLE und bei den
OLYMPISCHEN WINTERSPIELEN 1952 in Oslo gewinnt er die SILBERMEDAILLE.

Danach beendet Hellmut Seibt seine Amateurlaufbahn wird für drei Jahre Mitglied der Wiener Eisrevue.

Im März 1956 heiratet er Inge Regner, die - wie sollte es anders sein ? - ebenfalls Eiskunstläuferin ist und auch dem EKE angehört.

Nach seinem Engagement bei der Wiener Eisrevue startet Hellmut Seibt eine höchst erfolgreiche Trainertätigkeit.

In Wien betreute er viele sehr erfolgreiche Läuferinnen und Läufer wie Hanna Eigel, Regine Heitzer, Trixi Schuba (1955-1962), Evelyn Rossoukhi-Schneider, Christa Jorda, Sissy Zehetmayer, Günther Anderl, Gerhard Hubmann, Roland Koppelent, Peter Jonas sowie Claudia und Helmut Kristofics-Binder und das Paar Hinko-Döpfl.

Von 1962-1967 war er in Düsseldorf tätig und trainierte dort u.a. Petra Ruhrmann, Dagmar Lurz und Uschi Kessler, die heute allseits bekannte Choreographin von Läufer/innen der Weltspitze.

Die Weltmeisterschaften in Dortmund und in Köln wurden unter seiner Leitung sehr erfolgreich durchgeführt.

Danach war Hellmut Seibt von 1967-1972 in Mailand Bundestrainer und führte dort Rita Trapanese vom 16. auf den 2. Platz bei den Europameisterschaften.

Auch in Österreich war Hellmut Seibt lange Zeit Bundestrainer, ehe er 1992 viel zu früh aus dem Leben gerissen wurde.

Wir wünschen allen Eisläuferinnen und Eisläufern viel Erfolg und dass sie sich vom Vorbild des Hellmut Seibt zu hervorragenden Leistungen anregen lassen.

Eissport - Klub Engelmann
Organisator: Helmut Sieber

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